Wie werden Blumen konserviert?

Publié par Elodie Kanitzky le

Kurz gesagt: Beim Stabilisieren wird der Pflanzensaft frisch geschnittener Blumen durch eine ungiftige Lösung auf Basis von Glyzerin bzw. Glykolen ersetzt. Die Blume behält dadurch mehrere Jahre lang Form, Farbe und Elastizität. Je nach Pflanzenart gibt es zwei Verfahren.

Verfahren 1: Doppeltes Eintauchen (für Blumen wie Rosen)

  1. Die frischen Blüten liegen in reinem Alkohol. Dabei wird ihnen die Feuchtigkeit entzogen.
  2. Anschließend werden sie in eine Lösung aus Alkohol, pflanzlichem Glyzerin, Propylenglykol und Lebensmittelfarben getaucht.
  3. Diese Flüssigkeit ersetzt den Pflanzensaft. Die Blüte bleibt weich und sieht frisch aus.

Verfahren 2: Absorption (für Laub wie Eukalyptus oder Farne)

  1. Die Stielenden frisch geschnittener Zweige stehen einige Zentimeter tief in einer Lösung aus pflanzlichem Glyzerin, Wasser, Nährstoffen und Lebensmittelfarben.
  2. Über mehrere Tage nimmt die Pflanze die Lösung auf.
  3. Danach wird das Laub getrocknet.

Ist die Flüssigkeit giftig? Nein. Bei Kälte und hoher Luftfeuchtigkeit können einige Tropfen austreten. Um Farbübertragung zu vermeiden, sollten konservierte Blumen nicht direkt auf porösen Materialien wie Stoff oder unbehandeltem Holz liegen.

Was ist der Unterschied zur Trocknung? Beim Trocknen wird nur Wasser entzogen, es wird nichts ersetzt. Deshalb sind Trockenblumen fester und spröder als konservierte Blumen.

 

 


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